100%ige Sicherheit?
Gibt es die 100%ige Sicherheit im Bereich Vorratshaltung und Survival?
Antwort: Ganz klar NEIN!
Im Bereich Survival dürfte diese Aussage eigentlich keine großen Diskussionen hervorrufen.
Wie sieht es aber im Bereich Vorratshaltung aus?
Auch hier lautet meine Meinung: Ganz klar NEIN!
Sicherlich gibt es eine Vielzahl von Menschen, die versuchen, sich auf alle Eventualitäten jeglicher Krisen- und Notsituationen einzustellen.
Doch ich denke, es wird ihnen nicht gelingen.
Bei dieser Annahme gehe ich auch ein Wenig von meiner persönlichen Einstellung aus.
Grundsicherheit bedeutet für mich, einen überschaubaren Zeitrahmen mit Wasser und Nahrung zu überbrücken.
Darauf aufbauend kann man die Grundsicherheit noch mit diverser Ausrüstung und Medikamenten erweitern.
Nur gibt es einfach zu viele Szenarien, die (vielleicht) in ihrer Art und Ausmaß nicht alle durch Vorsorge, also Vorratshaltung abgedeckt werden können.
Ohne auf diese (aberwitzigen) und irrealen Doomer-Szenarien eingehen zu müssen gibt es schon in den wenigen "einfachen" Krisen-Szenarien so viele Unwägbarkeiten, deren Absicherung schon an die Grenzen der möglichen Vorbereitung stößt.
Nehmen wir nur mal zwei Szenarien als Gedankenanstoß:
Überschwemmung und Dürre
Beides sind durchaus denkbare und gerade heutzutage sehr reale Szenarien. Beide setzen aber sehr verschiedene Vorbereitungsmodelle vorraus.
Dieser Gedankenanstoß soll nur zeigen, wie grundverschieden Szenarien sein können und ebenso die damit verbundene Vorbereitung.
Was ist also mit den Menschen, die meinen oder glauben, sie seien zu 100% vorbereitet bzw. die dieses Ziel anstreben?
Ich denke, die verrennen sich in etwas oder verfallen irgendwann in einen Vorrats-Wahn...Der Sprung zum "Doomer- und Prepper-Dasein" ist dann nur noch die bemittleidenswerte Steigerung.
Aber widersprechen diese Gedanken und die Aussagen nicht dann auch dem Sinn der Vorratshaltung?
Eigentlich nicht, denn die Tatsache, dass es keine 100%ige Sicherheit und Vorbereitung gibt, läßt sich dennoch mit wenig Aufwand ausgleichen:
Improvisation!
Vorrausgesetzt, man verfügt über eine Grundausstattung an Wasser, Nahrung, Medikamenten und Ausrüstung, so kann man mit etwas Geschick und Improvisationsgabe schon einen gewaltigen Bereich diverser Szenarien abdecken.
Beispielsweise möchte ich hier die Bereiche oder Szenarien nennen, auf die ich mich NICHT vorbereite:
ABC-Szenarien, also atomare, biologische oder chemische Krisen- bzw. Notsituationen.
Sollte dennoch einmal irgendwas in dieser Art eintreten und sich hier direkt als Bedrohung darstellen, werde ich versuchen, mit gesundem Menschenverstand, Improvisation und Wissen zu handeln.
Trotzdem wird zu meiner/unserer Ausstattung keine Gasmaske, kein Geiger-Zähler, keine JOD-Tablette zählen.
Bei diesen Gedanken oder besser bei dieser Auffassung spielt eines eine ganz besondere Rolle: Positives Denken!
Wenn ich in die Vergangenheit zurück blicke, dann sehe ich Generationen von Menschen vor mir, die auch die schwierigsten Zeiten und Szenarien überlebt haben. Sie haben es einfach irgendwie geschafft....
Ganz sicher auch ohne eine 100%ige Vorbereitung und ganz sicher auch ohne eine 100%ige Ausstattung/Ausrüstung!

