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Fallen stellen...

Geschrieben von: Mathias | am 01. Januar 2011

In einer Not-, Krisen- oder besser gesagt in einer Survival-Situation wird man früher oder später auch Nahrung benötigen.

Keine Frage, man kann sich sicher auch pflanzlich ernähren, doch ich gehe hier von meinen Vorlieben aus und wähle dann nach Möglichkeit doch lieber ein Stück Fleisch ;-)

Doch ein leckeres Stückchen Fleisch springt einem ja nicht selbst auf den Teller...

Man muss also etwas dafür tun...

Da wir uns hier aber in Deutschland befinden, ist es bei diesem Thema mal wieder (leidigerweise) notwendig, dem "Bürokratenkram" Genüge zu tun und auf etwas hinzuweisen:

Die Darstellung, Beschreibung, Anleitung, Abbildung und Erklärung von Fallen bzw. dem Fallenstellen ist nur als Information und Lehrmittel anzusehen. Es stellt keinesfalls eine Aufforderung oder Ermutigung zum Fallenstellen dar.
Die Regeln und Gesetze zum Thema "Fallen stellen" sind je nach Land und Staat verschieden und das Fallen stellen ist in vielen Ländern der Welt grundsätzlich verboten.
Bitte informier Dich vorher!
Bitte derartiges Wissen nur anwenden, wenn das direkte Überleben von der Anwendung und dem Einsatz einer Falle abhängt, also für die Person oder die Personen unmittelbare Lebensgefahr besteht.
Tiere sollten/dürfen grundsätzlich nicht grundlos getötet oder gequält werden.

Ich denke, mit dieser Erklärung soll es nun gut sein und die deutsche Bürokratie sowie die Gesetzgebung befriedigt sein.
Ein Wort noch an so manche "aggressive Veganer und übereifrige Tierschützer": Lest Euch den Hinweis am besten noch zweimal durch und lasst es dann gut sein! Es geht hier nur um Survival-Situationen und um NIchts anderes...

Nun aber los...

Wenn ich mich also in einer Situation befinde, in der ich mir tierische Nahrung beschaffen will/muss, bleibt eigentlich nur die Jagd oder das Fallenstellen.

Hier beschäftigen wir uns nun erst einmal mit dem Fallenstellen.

Man muss gleich darauf hinweisen, dass Fallenstellen Vor- und Nachteile hat.

Der Nachteil gleich vorab: Fallenstellen ist nicht immer von Erfolg gekrönt (darum sollte man auch immer mehrere Fallen aufstellen).

Der Vorteil: Abgesehen von der Herstellung und Aktivierung der Falle muss man keine weitere Körperenergie aufwenden (was beim aktiven Jagen ja durch Laufen und Umherstreifen der Fall ist).

Gerade in einer Survivalsituation sollte man Eines stets im Hinterkopf behalten:

Man sollte nach Möglichkeit nicht mehr Energie bei der Nahrungsbeschaffung aufwenden, als man hinterher wieder durch den Ertrag dem Körper zuführen kann.
Kurz gesagt: Der Aufwand muss sich lohnen!

Also lassen wir doch die physikalischen Gegebenheiten einfach für uns arbeiten und bauen ein paar Fallen.


Eine der gängigsten Fallen ist die sogenannte "Figur 4 Falle" (weil sie wie eine 4 aussieht):

Figur-4-Falle
Figur-4-Falle

Auf den ersten Blick sieht diese Falle vermutlich etwas kompliziert aus, ist sie aber nicht.

Was man braucht, sind nur drei in etwa gleichlange Äste oder Stöcker, ein Schlaggewicht (Stein oder Stamm) und etwas Geschick.

Am Besten ist es in der Regel, wenn man diese Falle einfach mal nachbaut.

Aus der Abbildung geht hoffentlich ganz gut hervor, wie und wo man die Hölzer an den Stellen einkerbt.

Der untere rechte Kreuzungspunkt der horizontalen und der vertikalen Stange ist der sogenannte "Trigger-Punkt", also sozusagen der Auslöser.

Je feiner man die Kante justiert (das horizontale Holz hängt nur an einem Fitzelchen des vertikalen Holzes), umso schneller löst die Falle aus.

Man sollte die Hölzer, wie in der Abbildung zu sehen, erst einmal mit der Hand spannen, auf den Boden stellen und dann erst mit der anderen Hand das Schlaggewicht anlehnen. Sicher erfordert es etwas Übung, ist aber doch recht leicht zu lernen!

Das Schlaggewicht (Stein, Baum etc.) welches letzendlich die Beute "erschlägt" sollte ungefähr dreimal so schwer sein wie die Beute, die man fangen möchte.

Zum Test kann die Hand ja mal "Beute" spielen und am Köder etwas "zupfeln". Doch Achtung! Je nach Größe und Gewicht des Schlaggewichtes (Stein, Brett, Stamm etc.) kann man sich durchaus daran verletzen!

Das Prinzip der Falle ist einfach:

Ist sie aufgebaut und "scharf", wittert die Beute den Köder (hier das aufgespießte Fleischstück), geht zur Falle und beißt in den Köder bzw. versucht ihn abzureißen. In dem Moment löst der Trigger aus (die Holzkante rutscht über die Andere) und die Konstruktion stürzt zusammen. Das Schlaggewicht trifft die Beute und Fertig.

Zum Schluss noch der Hinweis, der eigentlich für jede Falle gilt:
Fallen müssen regelmäßig kontrolliert werden, da ein eventuell "nur" verletztes Tier nicht unnötig leiden sollte.
Nicht mehr benötigte Fallen oder nicht ausgelöste Fallen werden auf jeden Fall anschließend unschädlich gemacht bzw. zerstört, bevor man die Örtlichkeit wieder verlässt  !


Eine weitere, sehr beliebte Falle ist die "Paiute Falle" (der Aufbau ähnelt der four-4-trap):

Paiute-Falle
Paiute-Falle

Da bei dieser Falle der sogenannte "Trigger", also der Auslöser kein festes Maß haben muss, wird diese Falle auch als eine der "am einfachsten aufzubauenden Fallen" angesehen.

Die Vergrößerung der Abbildung zeigt ganz gut, wie der Auslöser befestigt wird. Die weiteren Gegebenheiten entsprechen auch der vorherigen Falle.

Das Schlaggewicht (Stein, Baum etc.) welches letzendlich die Beute "erschlägt" sollte ungefähr dreimal so schwer sein wie die Beute, die man fangen möchte.

Zum Schluss noch der Hinweis, der eigentlich für jede Falle gilt:
Fallen müssen regelmäßig kontrolliert werden, da ein eventuell "nur" verletztes Tier nicht unnötig leiden sollte.
Nicht mehr benötigte Fallen oder nicht ausgelöste Fallen werden auf jeden Fall anschließend unschädlich gemacht bzw. zerstört, bevor man die Örtlichkeit wieder verlässt  !

to be continued...

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